Faszination Psyche

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Wie unsere Psyche funktioniert

Wer sich selbst und andere besser versteht, hat es ein ganzes Stück weit leichter im Leben. Das neue Buch des bekannten Verhaltenstherapeuten Dr. Christmann öffnet die Türen zu den faszinierenden Facetten unserer Psyche.
Sie werden feststellen: Nichts ist bloße Wissenschaft, alles betrifft Sie persönlich.

Hier finden Sie Zusatzmaterial zum Download

Zunehmend suchen Menschen Hilfe in Psychotherapien, um für sich zu klären, was ein gutes Leben ausmacht und wie dieses gelingen könnte. Meist ist selbst in einer Psychotherapie die Zeit zu knapp, um alle wichtigen Punkte anzusprechen. Denn alles hängt mit allem zusammen. Dieses Buch schafft die Grundlage für mehr Orientierung und einen besseren Umgang mit sich und anderen. Es stellt anhand wissenschaftlicher Experimente und der Praxiserfahrung des Autors ein großes Spektrum psychologischer Themen unseres Alltags dar: vom Umgang mit Gefühlen wie Angst und Glück über Kreativität bis hin zu Selbstwertstärkung, Persönlichkeit und Veränderungsmöglichkeiten.

Die 60-minütige Onlineübung und konkrete Anregungen helfen, die gewonnene Erkenntnis in neues Verhalten umzusetzen.

Dieses Buch richtet sich an:
- Alle, die sich und andere besser verstehen möchten
- Psychologie-Interessierte
- Psychologie-Studentinnen und -Studenten

Aus dem Inhalt
Psychologische Experimente – Experimente am Menschen? | Wie unsere Psyche funktioniert | Das Ich und sein Selbstwert | Unsere Konstruktion der Welt | Persönlichkeit – Was uns als Mensch ausmacht | Gut oder böse? – Die Macht der Situation | Konformität – Möchten Sie mal aus der Reihe tanzen? | Verantwortungsdiffusion und Gewalt – Die dunkle Seite des Menschen | Kreativität – Zwischen Genie und Wahnsinn | Entscheidend sind die Gefühle | Gesund, krank, verrückt oder nur anders? | Stress – Weshalb schöne Augenblicke immer so schnell vergehen | Keine Angst vor Ängsten | Sucht – Der Himmel auf Erden oder Teufelszeug? | Das Glück liegt in Ihrer Hand | Geschlechter – ziemlich beste Freunde |Aufmerksamkeit – Mehr als nur anwesend
sein | Motivation – Nur nicht schwach werden | Möglichkeiten der Veränderung | Resilienz
– Was die Seele stark macht | Unsere Psyche zwischen Faszination und Wissenschaft

>> Lesen Sie hier ein Interview mit Fred Christmann über sein Buch sowie die Ausstellung »Faszination Psyche« in Stuttgart

Interview mit Fred Christmann

Herr Christmann, aktuell präsentiert die Stiftung Psyche in der Ausstellung »Faszination Psyche« alte und neue psychologische Experimente. Sie sind Organisator der Ausstellung. Wie ist die Idee für diese deutschlandweit einzigartige Ausstellung entstanden?

Die Idee zu ersten Ausstellungswänden hatte ich als Leiter einer großen verhaltenstherapeutischen Ambulanz. Es ging um psychoedukative Präsentationen zu wichtigen Themen, wie Angst, Selbsterfüllende Prophezeiung usw., die im therapeutischen Gespräch relevant für die Veränderung sind, aus Zeitmangel meist jedoch zu kurz kommen. Die Patienten sollten für ihren therapeutischen Prozess von diesem ergänzenden Medium profitieren.

Haben Sie ein Lieblingsexperiment innerhalb der Ausstellung?

Mein Lieblingsexperiment ist das Linien-Experiment von Ash. Der Sozialpsychologe Solomon Ash untersuchte 1951 das Verhalten Einzelner, die sich mit einer abweichenden Gruppenmeinung konfrontiert sahen. Ihnen wurden Karten mit drei Linien unterschiedlicher Länge gezeigt, und sie sollten angeben, welche der drei Linien genauso lang war wie eine vorgegeben Standardlinie. Obwohl dies deutlich sichtbar war, ließen sich die Versuchspersonen von den eingeweihten Gruppenmitgliedern, die zwei offensichtlich unterschiedlich lange Linien für gleich lang erklärten, verunsichern. Nur ein Viertel der Probanden blieb bei der eigenen Meinung; ebenfalls ein Viertel ging immer oder fast immer mit der Gruppe konform. Dieses Experiment fasziniert mich am meisten, weil ich es anfangs gar nicht glauben konnte und es doch sehr viel über unser psychisches „Funktionieren“ aussagt, dass wir nämlich unser Bewusstsein überbewerten und die Wirkung der unbewussten evolutionär älteren Gehirnareale unterschätzen.

2018 haben Sie ein Buch im Schattauer Verlag veröffentlicht, das ebenfalls den Titel »Faszination Psyche« trägt und sich mit psychologischen Experimenten beschäftigt. Hat das Buch Sie zur Ausstellung inspiriert oder andersherum?
Zunächst war die Ausstellung, wobei sich zeigte, dass die Besucher für den Ausstellungsbesuch meist zu wenig Zeit eingeplant hatten. Das Buch bietet die Möglichkeit zur vertieften Beschäftigung mit den persönlich wichtigen Themen. Außerdem wurden im Gästebuch zur Ausstellung Anregungen gemacht, die im Buch zur Ausführung weiterer Themen führte, wie Sucht, Partnerschaft und Gefühle. Diese wurden nun wiederum teilweise in die Ausstellung integriert.

Im Vorwort zu Ihrem Buch beschreiben Sie, dass die meisten Menschen über die eigene Psyche und ein mögliches Verhalten in unbekannten Situationen nur schlecht Auskunft geben können. Wieso kennen wir uns selbst so wenig?
Wir kennen uns selbst wenig, weil uns das Verständnis für das „Funktionieren“ unserer Psyche fehlt. So können uns die unbewussten Prozesse immer wieder aufs Neue überraschen bzw. das Verhalten dominieren statt dass wir angemessene Konsequenzen aus unseren Erfahrungen ziehen. Wir ziehen leider immer wieder falsche Schlüsse und verhindern so oft selbst, was uns eigentlich möglich wäre.

1971 sorgte das Stanford-Prison-Experiment für Furore. Die Simulation eines Gefängnisses geriet schon nach wenigen Tagen außer Kontrolle: Die Wärter verhielten sich demütigend und sadistisch, während die Gefangenen starke psychische Stressreaktionen zeigten. Wie konnte es zu solch einer Eskalation kommen?
Das Stanford-Prison-Experiment zeigte auf drastische Weise die enorme Bedeutung der Situation, der Lebensumstände für unser Erleben und Verhalten. Obwohl alle wussten, dass es sich um die Simulation eines Gefängnisses handelte, entstand doch in kurzer Zeit eine neue Realität mit starken Auswirkungen auf die beteiligten Personen. Daher müssen wir alle davon ausgehen, dass wir nicht sicher sein können, wie wir uns in einer Situation verhalten werden, wenn wir diese noch nie erlebt haben.

Im Buch arbeiten Sie unter anderem heraus, dass sich Stress negativ auf die Moral auswirkt. So halfen in einem Experiment mit Theologiestudenten diejenigen, die vorher unter Zeitdruck gesetzt wurden, deutlich seltener einem hilfsbedürftigen Mann als diejenigen ohne Zeitdruck. Was hat das für unsere schnelllebige und eng getaktete Gegenwart zu bedeuten?
Es ist tatsächlich so, dass der Stress im heutigen Großstadtleben eine permanente Erregung unseres Furchtzentrums bewirkt und wir meist viel zu wenig Zeit für dessen Beruhigung vor allem mittels Bewegung in der unberührten Natur tun. Die Zunahme an psychischen Erkrankungen sind daher eine direkte Folge. Aber schon viel früher erleben wir, dass wir uns oft nicht so verhalten können, wie wir es uns eigentlich wünschen. Wenn wir uns aus Überdruss, Zeitmangel, Übermüdung usw. beispielsweise wenig sozial verhalten, vergiften wir die Begegnungen mit anderen Menschen. Das geht dann leider auch an uns selbst nicht spurlos vorüber, sondern es kommt zur Enttäuschung über uns selbst.

Schattauer Reihe Wissen & Leben
1. Aufl. 2018, 337 Seiten, broschiert, 10 Abbildungen
ISBN: 978-3-608-43292-3

Fred Christmann

Fred Christmann, Dipl.-Psych. Dr., Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut; Gründer des ersten deutschen ...

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