Modell Italien 1450-1650

Buchdeckel „978-3-608-93051-1

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Ungefähr zweihundert Jahre lang, von 1450 bis 1650, hatte Italien eine Vorbildfunktion für ganz Europa. Malerei, Plastik, Architektur, Theater, Ballett, Oper und genauso Wirtschaft, Handel, Bankwesen und Wissenschaft folgten dem »Modell Italien«, das sich zunächst in den reichen Stadtstaaten voll entfalten konnte und dann auf ganz Europa übergriff. Kaufleute und Bankiers waren es, die den Weg bereiteten, auf dem erst die Handwerker, später die Künstler folgten. Von der Frührenaissance bis zum Beginn des Rokoko blieb Italiens Strahlkraft ungebrochen, und selbst in Zeiten wirtschaftlichen Niedergangs gingen von hier immer wieder neue Impulse aus, wurden hier die Maßstäbe für kulturelles und geistiges Schaffen gesetzt.

Bild oder Wort - man kann unmöglich entscheiden, was bei diesem Bildband neuen Typs wichtiger ist: Der Name Braudel bürgt für einen eleganten, aber wissenschaftlich fundierten Text, der allein schon eine außergewöhnliche Leistung darstellt; die opulente, einfallsreiche Bildauswahl, die den Text mal illustriert, mal kontrastiert, wird selbst Kunstkenner überraschen. Wort und Bild ergänzen sich in fruchtbarer Weise zu einer neuen Qualität, die einem Geschichtswerk oder einem Kunstbuch allein nicht zueigen wäre.

Leseprobe
Vorwort

Von 1450 bis 1650, zwei besonders bewegte Jahrhunderte lang, sollte Italien weit über seine Grenzen hinaus im Glanz leuchtendster Farben erstrahlen. Sein Licht sollte sich über die ganze Welt ausbreiten, seine Kulturgüter sollten in alle Länder hinaus strömen. Eben diese Ausstrahlung ist Stempel eines außergewöhnlichen Geschicks, zugleich aber auch ein überreiches Zeugnis; sie erlaubt uns heute, das wahre Gewicht einer vielfältigen Geschichte zu ermessen, die sich in so vielen Facetten präsentiert, daß sie sich an Ort und Stelle, in Italien selbst, schlecht im Detail erfassen läßt. Italien - richtiger: die verschiedenen Italien - von ferne betrachten, heißt eine zwischen allzu vielen Berichten, zwischen allzu vielen Staaten und Stadtstaaten zersplitterte Geschichte in einem einzigen Bündel sammeln. Heißt freilich auch, eine ungewöhnliche Bilanz ziehen, die auf eine Art Wahrheitssuche hinausläuft, jedenfalls auf eine ganz bestimmte Sicht der italienischen Größe, die ihr besser gerecht wird.

Einerseits bin ich ein Zeuge, der in keiner Weise ins nationale Geschehen verwickelt ist und insofern wohl auch besser geeignet sein dürfte als andere, Italiens große Zeiten möglichst unvoreingenommen in den Blick zu bekommen; andererseits gedenke ich mich auf den folgenden Seiten keineswegs der unverhohlenen Sympathien zu begeben, die die französischen Historiker seit Michelet und noch länger allesamt Italien gegenüber empfunden haben. Trotzdem werde ich mich nach Kräften um Objektivität und Unparteilichkeit bemühen, Tugenden, die jeder Historiker anvisieren muß, ohne sich ihrer jemals ein für allemal sicher wähnen zu dürfen. Wenn ich mich nun daran mache, dieses äußerst lange Kapitel italienischer Geschichte meinerseits mit einer gewissen Distanz zu erzählen, werde ich jedenfalls bestrebt sein, jeweils nur einen Aspekt herauszugreifen. und mich nur mit dem mir wesentlich Erscheinenden zu befassen; meine Überzeugungen aber, denn das erwartet man zweifelsohne von mir, will ich rückhaltlos mit allen Konsequenzen darlegen.

Freilich wird jede wesentliche Frage eine andere nach sich ziehen und diese wiederum eine andere, so daß ich nach und nach alle Fragen aufgreifen werde, die diese beiden Jahrhunderte italienischer Geschichte aufwerfen.
Klett-Cotta Aus d. Franz. v. Siglinde Summerer und Gerda Kurz 1991
245 Seiten, Leinen im Schmuckschuber, mit farbigen Abbildungen
ISBN: 978-3-608-93051-1
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Fernand Braudel

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