Das Marterl

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Heimkehr ist eine Reise an einen unbekannten Ort

Die Erinnerung hat ihre eigenen Gesetze. Je länger etwas zurückliegt, desto stärker tritt es einem vor Augen. So geht es dem Erzähler mit seiner Kind­heit in der niederbayerischen Kleinstadt A., die abrupt endete, als sein Vater bei einem Unfall starb. Um neu beginnen zu können, muss er sich der Vergangenheit stellen, den Wundern und Schrecken, den Torheiten und der Verklärung. Das Marterl erzählt von den innersten Fragen unseres Daseins, einfühlsam, poetisch und mit feinem Humor. 

Nach Jahren der Abwesenheit fährt der Erzähler zurück in den Ort seiner Kindheit in Niederbayern. In der kleinen Stadt, die ihm erscheint, als wolle sie mit Folk­lore, Starkbierfesten und den Denkmälern bedeutsamer Männer die Zeit anhalten, versucht er, sich an seinen Vater zu erinnern. Und an den Verkehrsunfall, bei dem der Vater vor zehn Jahren starb. Doch ein Ort hat nie nur eine Gegenwart. Zwischen die Geschichte des Erzählers drängt sich das Leben eines Jungen. Die Angst vor einem Monster in einem Berg und ein fliegender Bär. Eine Liebe zur Blasmusik und die zu einer Frau. Kann die Erinnerung helfen, mit der Endlichkeit fertigzu­werden? Kann eine Heimkehr jemals gelingen oder muss sie vielleicht ein Mythos bleiben? So wie der Meeresforscher mit Taucherbrille und Regen­jacke an einem niederbayerischen Bahnhof.

»Den Vater suchen, der doch längst nicht mehr lebt – eine Verrücktheit? Für Johannes Laubmeier eine notwendige Verwegenheit. Was im Leben nicht geht, gelingt ihm in der Literatur.« Wolfgang Büscher

»[Es] sind berührende, ganz zarte Erinnerungssequenzen entstanden […]. In ›Das Marterl‹ verwebt Johannes Laubmeier die Gegenwart mit der Vergangenheit, Realität mit Fiktion.«
Sally-Charell Delin, SR2 Kulturradio, 20. April 2022

»Johannes Laubmeier hat mit seinem Roman gleichsam ein Marterl aufgestellt. Sein reifes Debüt erzählt von einer heilsamen Reise in die Vergangenheit, die zu einer überraschenden und erkenntnisstiftenden Begegnung mit dem eigenen Selbst wird.«
Holger Heimann, mdr Kultur, 20. März 2022

»Johannes Laubmeiers ›Das Marterl‹ [entwickelt sich] zum Roman einer besonderen Heimkehr, der warmherzig, sprachlich elegant und mit feinem Humor von der Wiederbegegnung mit Verdrängtem und vom Ringen um Orientierung in der eigenen Erinnerung erzählt.«
Matthias Eichardt, 07 – das Stadtmagazin für Jena und Region, 21. April 2022

»Das Nachdenken über die Vergangenheit lässt keine Person kalt. […] Empfehlenswert.«
Jürg Kaiser, Buchhaus, 19. März 2022
Tropen
1. Auflage 2022, 288 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50168-1
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Johannes Laubmeier

Johannes Laubmeier wurde 1987 in Regensburg geboren und wuchs in Niederbayern auf. Er studierte Journalistik in Eichstätt und Sozialanthropologie in ...

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