Jürg Willi

Jürg Willi

Jürg Willi, Prof. Dr. med. Dr. h. c., war ein Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Bis 1999 war er Direktor der psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital Zürich und Ordinarius für Ambulante Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Krankheiten an der ...

Jürg Willi, Prof. Dr. med. Dr. h. c., war ein Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Bis 1999 war er Direktor der psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital Zürich und Ordinarius für Ambulante Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Krankheiten an der Universität Zürich. Von 1999 bis 2009 leitete er das Institut für ökologisch-systemische Therapie in Zürich. Er verstarb im April 2019 im Alter von 85 Jahren.

Willi war das zweite von vier Kindern des Kinderarztes und Professors für Neonatologie Heinrich Willi und seiner Frau Marie-Louise Chuardt (1904–1991). Nach seinem Medizinstudium begann er 1960 seine Lehranalyse bei Medard Boss und wurde Psychoanalytiker.
 
Den Schwerpunkt seiner Forschungs- und Ausbildungstätigkeit bildeten Partnerbeziehungen und die persönliche Entwicklung in Partnerbeziehungen. Als erster im deutschen Sprachraum führte Willi ab 1965 Paartherapien durch. Er prägte die für die Psychotherapie von Partnerbeziehungen noch heute maßgebenden Begriffe Kollusion, Koevolution, persönliche Nische, wirkungsgeleiteter Lebenslauf und ökologische Psychotherapie. Sein Standardwerk »Die Zweierbeziehung« wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt und fand weltweit Beachtung.
 
Mit der Objektkünstlerin Margaretha Dubach, mit der Willi von 1963 bis zu seinem Tod verheiratet war, hatte er zwei gemeinsame Söhne. Zusammen mit seiner Frau inszenierte und kuratierte er ab 1994 Ausstellungen in Museen in Zürich und Rieden.
 
1999 wurde er mit dem Ehrendoktortitel der Universität Fribourg geehrt. Für »seine innovative Erforschung der Psychologie von Liebesbeziehungen in ihren entwicklungsfördernden Aspekten« erhielt er zudem 2002 den Internationalen Otto Mainzer Preis für die Wissenschaft von der Liebe.
  Mit dem befreundeten Berner Psychiatrieprofessor Edgar Heim entwickelte er die psychosoziale Medizin als Pflichtfach für Medizinstudenten.
 
Bei Klett-Cotta sind von Jürg Willi erschienen »Psychologie der Liebe. Persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehungen« (2002), der in vier Sprachen übersetzte Titel »Therapie der Zweierbeziehung« (2008; Neuausgabe mit Untertitel: Einführung in die analytische Paartherapie – Anwendung des Kollusionskonzepts – Beziehungsgestaltung im therapeutischen Dreieck), sowie »Wendepunkte im Lebenslauf. Persönliche Entwicklung unter veränderten Umständen – die ökologische Sicht der Psychotherapie« (2007). Er ist außerdem Mitautor und Herausgeber zahlreicher weiterer Werke gewesen.

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