Trauma & Gewalt

Heft 01 / Februar 2014

Expertenempfehlung für die Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung bei Erwachsenen

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Claudia Wilhelm-Gößling, Frauke Rodewald

Behandlungsmöglichkeiten bei Dissoziativer Identitätsstörung in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Tagesklinik . Ein Plädoyer für die Ausschöpfung gemeindenaher Versorgungsstrukturen

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Zusammenfassung:

Wiederholte (Kindheits-) Traumatisierungen wie anhaltende körperliche oder sexuelle Gewalt führen häufig zu schweren psychischen Langzeitfolgen wie Depressionen, Ängsten, Substanzabhängigkeit, somatoformen und schweren dissoziativen Störungen, oft begleitet durch selbstschädigendes Verhalten und Suizidalität. Dementsprechend müssen viele Betroffene wiederholt in psychiatrischen Kliniken aufgenommen werden. Während bestimmte Besonderheiten des psychiatrischen Behandlungssettings für traumatisierte Patienten belastend sein können, bieten die vielfältigen, vernetzten Angebotsstrukturen psychiatrisch-psychotherapeutischer Kliniken diesen Patienten auch besondere Chancen und Möglichkeiten. Am Fallbeispiel einer Patientin mit Dissoziativer Identitätsstörung wird dargestellt, wie nach der Diagnosestellung mit dem inneren System gearbeitet wurde und sich erstmals ein nachhaltiger Behandlungserfolg einstellte. Die Patientin wurde zweimal längerfristig in der Psychotherapeutischen Tagesklinik, zweimal kurzfristig vollstationär und dazwischen ambulant in der Psychiatrischen Institutsambulanz behandelt. Behandlungsfokus waren verbessertes Symptommanagement sowie die Förderung von Kooperation innerhalb des dissoziativen Persönlichkeitssystems. Der Behandlungserfolg konnte testpsychologisch abgesichert werden. Die Kasuistik ermutigt dazu, spezifische Behandlungsangebote innerhalb der vernetzten Versorgungsstrukturen psychiatrischer Kliniken vorzuhalten und zu nutzen.

Summary:

Traumatic experiences like repeated physical or sexual violence often cause strong mental-health problems like depression, anxiety, substance abuse, somatoform and dissociative disorders, frequently accompanied by self-destructive behavior and suicidality. Therefore, affected patients often have to be admitted to psychiatry. Some characteristics in psychiatric clinics may be distressing for traumatized patients but these clinics also offer well connected treatment settings. This case-report of a patient with dissociative identity disorder illustrates the work with the internal personality system, which lead to enduring therapeutical success, substantiated by test-psychological data. The patient was admitted twice to a psychotherapeutic day clinic and twice for a short term inpatient treatment. In between outpatient treatment was granted by »Psychiatrische Insitutsambulanz«. Treatment goals were improvements in symptom management and internal communication. The case-report wants to encourage for an enhanced use of community mental health care structures with specific treatment for patients with major dissociative disorders.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 08, Heft 01, Februar 2014
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang U. Eckart, International Society for the Study of Trauma and Dissociation, International Society for the Study of Trauma and Dissociation, International Society for the Study of Trauma and Dissociation, International Society for the Study of Trauma and Dissociation, International Society for the Study of Trauma and Dissociation, International Society for the Study of Trauma and Dissociation, Claudia Wilhelm-Gößling, Frauke Rodewald,


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