Trauma & Gewalt

Heft 01 / Februar 2011

Gewaltforschung

Diese Ausgabe erwerben
Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Dieter Hermann

Geschlechterunterschiede in der Akzeptanz von Gewalt . Eine Replikationsstudie

« zurück zum Inhalt

Zusammenfassung:

Die niedrigere Kriminalitätsrate von Frauen im Vergleich zu Männern wurde bereits vielfach empirisch belegt, wobei die Unterschiede hinsichtlich Gewaltkriminalität besonders gravierend sind. Männer sind erheblich gewaltorientierter als Frauen. Eine Erklärung dieser Unterschiede basiert auf einem kultursoziologisch-sozialisationstheoretischen Ansatz. Demnach unterscheiden sich Frauen und Männer in erster Linie in idealistischen Wertorientierungen. Je wichtiger idealistische Werte sind, desto größer ist die Akzeptanz von Rechtsnormen, die Gewalt verbieten – und je größer die Akzeptanz dieser Normen ist, desto geringer ist die Anzahl gewalttätiger krimineller Handlungen sowie die Bereitschaft dazu. Mit den Daten einer Bevölkerungsbefragung aus dem Jahr 2009 wird dieser Ansatz in einer Replikationsstudie erneut geprüft, allerdings beschränkt auf die Erklärung von Normakzeptanz. Es zeigt sich auch bei dieser Studie, dass Frauen andere Wertorientierungen als Männer haben und sich die Geschlechter vor allem in idealistischen, aber auch in hedonistisch-materialistischen, posttraditionalen und christlichen Werten unterscheiden. Diese Wertorientierungen beeinflussen die Akzeptanz von Gewalt verbietenden Rechtsnormen. Die Replikationsstudie bestätigt und differenziert das kultursoziologische Erklärungsmodell.

Summary:

The low crime rates for women in comparison with men have been empirically substantiated. The difference for crimes of violence is particularly marked. Men have a much greater potential for violence than women. One explanation for this phenomenon takes its bearings from cultural sociology and the theory of socialisation. According to this approach, the most pronounced differences between men and women are identifiable in their attitudes to idealistic value orientations. The more important idealistic values are, the greater is the acceptance of legal norms prohibiting violence. And the greater the acceptance of these norms is, the smaller is the number of violent crimes and the less likely people are to commit them. The data drawn from a survey in 2009 are used to test this approach for the second time, on this occasion with sole reference to the explanation for norm acceptance. This study indicates that women have different value orientations from men and that the main difference between the sexes is identifiable in connection with idealistic values. Other values where they differ substantially are hedonistic/materialistic, post-traditional, and Christian values. These value orientations have an impact on the acceptance of legal norms prohibiting violence. The replication study confirms and fine-hones the explanatory model based on cultural sociology

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 05, Heft 01, Februar 2011
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang U. Eckart, Dirk Baier, Christian Pfeiffer, Hans-Jürgen Kerner, Holger Stroezel, Melanie Wegel, Sonia Lucia, Martin Killias, Dieter Hermann, Dieter Hermann, Perke Fiedler, Nicolas Frenzel Baudisch, Dirk Harder, Delia Jäger, Anne Keller, Tayebeh Rafiei-Sadi, Bert Wunderlich, Martin Sack, Michael Noll-Hussong, Harald Gündel, Martin Sack, Elke Kügler, Dieter Irblich, Astrid Blumenschein,


Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
PayPal (nicht Abos),
Kreditkarte,
Rechnung
weitere Infos

PayPal

Versandkostenfreie Lieferung
nach D, A, CH

in D, A, CH inkl. MwSt.
 
weitere Infos

Social Media
Besuchen Sie uns bei


www.klett-cotta.de/im-netz
Facebook Twitter YouTube
Newsletter-Abo

Klett-Cotta-Verlag

J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH
Rotebühlstrasse 77
70178 Stuttgart
info@klett-cotta.de