Trauma & Gewalt

Heft 01 / Februar 2011

Gewaltforschung

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Printausgabe vergriffen, Artikel als PDF erhältlich, siehe unten
Hans-Jürgen Kerner, Holger Stroezel, Melanie Wegel

Gewaltdelinquenz und Gewaltaffinität bei jungen Menschen in verschiedenen sozialen Milieus . Eine Analyse von amtlichen Daten und von Befunden aus Selbstberichten

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Zusammenfassung:

Der Beitrag befasst sich zunächst mit amtlich registrierter Kriminalität im Jahresquerschnitt 2009 und zeigt auf, dass sich auch bei der Gewaltkriminalität die bekannte Alters-Kriminalitäts-Kurve wieder finden lässt, dass die Kurve jedoch beim weiblichen Geschlecht im Vergleich zum männlichen Geschlecht noch viel flacher verläuft, und dass der Höhepunkt schon mit 16 Jahren statt mit 21 Jahren erreicht wird. Bei der Analyse von Dunkelfelduntersuchungen wird dann gezeigt, dass die traditionell große Diskrepanz der Geschlechter bei der manifesten Gewalttätigkeit auch hier nach wie vor deutlich ausgeprägt ist. Die weitere Analyse zeigt, auch anhand der eigenen »Tübinger Schülerstudie«, Hintergründe und Korrelate von Gewaltdelinquenz auf. Angesprochen werden Schicht und Milieu, frühe Erfahrungen, Verhaltensauffälligkeiten, psychische Befindlichkeiten und Werthaltungen. Besonders die Bejahung oder Verneinung des Wertes, dass es wichtig ist, Gesetz und Ordnung zu respektieren, korreliert eng mit Gewaltaffinität.

Summary:

The article begins with a discussion of the age-crime curve in 2009 for crimes registered by the police in Germany. The data indicate that, while this curve is also identifiable for crimes of violence, gender differences in connection with it are much more pronounced. The curve is much flatter for female than for male offenders and peaks earlier in young women (14 – 16 years) than in young men (18 – 21 years). Dark-field investigations show that the traditional major discrepancy between the sexes in connection with the use of physical violence is still very marked. Further analysis, not least with reference to our own »Tübingen Study of Schoolchildren«, reveals notable background factors and correlations connected with violent delinquency. The study addresses such factors as socio-economic standing, social background, early life experiences, education, behaviour problems, personal strengths and deficits, and value orientations. There is a particularly close correlation between violence affinity and the acceptance or rejection of the belief that
it is important to abide by laws and regulations.

Résumé:

Trauma & Gewalt Jahrgang 05, Heft 01, Februar 2011
broschiert
ISSN: 1863-7167

Autoren in dieser Ausgabe

Wolfgang U. Eckart, Dirk Baier, Christian Pfeiffer, Hans-Jürgen Kerner, Holger Stroezel, Melanie Wegel, Sonia Lucia, Martin Killias, Dieter Hermann, Dieter Hermann, Perke Fiedler, Nicolas Frenzel Baudisch, Dirk Harder, Delia Jäger, Anne Keller, Tayebeh Rafiei-Sadi, Bert Wunderlich, Martin Sack, Michael Noll-Hussong, Harald Gündel, Martin Sack, Elke Kügler, Dieter Irblich, Astrid Blumenschein,


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