MERKUR

Heft 09/10 / September 2012

Macht und Ohnmacht der Experten

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Zitate aus dem Doppelheft »Macht und Ohnmacht der Experten« (Nr. 760/761)

Zudem könnte es sein, dass die zu treffenden Entscheidungen einen nach wie vor politischen oder eben auch ideologischen Kern haben, der in der Einschaltung des Experten nur verdeckt wird. Tatsächlich lassen sich heute für fast jedes Thema Sachverständige benennen, die ganz gegenläufige Auffassungen vertreten, weil sie unterschiedlichen Schulen oder Denkströmungen ihres Fachs anhängen, die letztlich auch unterschiedlichen Interessenstandpunkten folgen. Gleichwohl sind sie durch die Aura des Sachverständigen hierzulande jeden Verdachts einer solchen Voreingenommenheit enthoben.

Uwe Volkmann, Reine Vernunft

 

Das Jagdrevier von Goldman Sachs ist der sich selbst regulierende perfekte Markt der fortgeschrittenen Kapitalmarkttheorie. Den aber gibt es offenbar nicht von selbst, und schon gar nicht umsonst. Selbstregulierend, so möchte man zugespitzt formulieren, ist der Markt aus der Perspektive von Goldman Sachs nur, wenn Goldman Sachs ihn selbst reguliert. Diese Ansicht wurde von den auf Deregulierung gestimmten Regierungen der Vereinigten Staaten, egal welcher politischer Provenienz, seit den neunziger Jahren entschieden geteilt. So überwältigend war und ist die bei Goldman Sachs versammelte Expertise, dass weder Clinton noch Bush noch Obama ohne sie auskommen wollten oder konnten.

Wolfgang Streeck, Wissen als Macht, Macht als Wissen

 

Juristische Expertise ist ein eigenartiges Phänomen. Anders als sonstige Fachkunde bezieht sie sich nicht auf empirische Sachverhalte. Der Jurist weiß nicht, wie ein Atomkraftwerk funktioniert oder was wirtschaftlich nötig ist, um eine gemeinsame europäische Währung zu stabilisieren. Sofern er für die rechtliche Beurteilung besondere empirische Einsichten benötigt, beschafft er sich diese, indem er »Sachverständige« in seine Verfahren in Gerichten und Verwaltungen einbezieht und deren Wissen in einer Weise vereinfacht und zuschneidet, dass es als Grundlage für eine Entscheidung dienen kann. Experten sind aus Sicht des Juristen immer andere, nicht er selbst.

Christoph Schönberger, Lästig, kränkend und unersetzlich

 

Mehr als jeder andere Vorgang der jüngeren Zeit haben die Krisen der Finanzmärkte und des Euroraums vor Augen geführt, dass es in der Politik nicht um Entscheidungen geht, die aus Sicht politikfremder Disziplinen als »richtig« oder »falsch« einzustufen wären. Sie müssen, pragmatisch gesprochen, in der Praxis funktionieren. Zumindest dürfen sie nicht so katastrophal scheitern, dass sie das politische Spiel aus der Bahn würfen. Ansonsten geht es, mit Luhmann zu reden, um »Legitimation durch Verfahren« als eigentliches Kerngebiet der Politik. Das ist keine leichte Aufgabe in einer Zeit, in der die Verfahren selbst brüchig geworden sind oder auf europäischer Ebene erst noch entwickelt werden müssen.

Ralph Bollmann, Der Politiker als Experte

 

Es mag vielleicht sein, dass ein Bildungsforscher eher reflektierten Rat geben kann als ein naivhandlungsmutiger Reformer, aber sein Rat kennt immer nur Handlungsoptionen und denkbare Folgen, nicht die emphatische Ermutigung. Hilfreich kann diese Art von Expertise deshalb nur sein, wenn die politischen und pädagogischen Akteure selbst mitspielen, sich aus der Beobachtung über Risiken und Folgeprobleme belehren lassen, aber nicht verzweifeln, sondern klug und mutig agieren, auch lernbereit gegenüber dem Unbekannten und gelegentlich scheinbar Unmöglichen ihre eigene praktische Expertise zur Geltung bringen.

Heinz-Elmar Tenorth, Bildungsexpertise

 

Der »flüssigen Technokratie« liegt also nicht nur eine andere Auffassung des Expertentums, sondern auch der Technik selbst zugrunde: Vertraut wird nicht mehr der opaken, expertengesteuerten, der Kommunikation enthobenen Großtechnologie, sondern einer transparenten, kooperativ optimierten und dem Laien zugänglichen Informationstechnologie, die eine netzwerkförmige Sozialität und technisch verbundene Gemeinschaften ermöglichen soll und auf eine Weise in den Alltag eingebunden ist, die nicht als problematisch angesehen wird.

Dominik Schrage, Flüssige Technokratie

 

Handwerker ohne Augurenqualitäten genießen in Krisen kein großes Vertrauen. Denn die professionellen Politiker, denen in der Krise die Auguren vorgezogen werden, sind durchaus Handwerker-Experten mit ausgezeichneter Erfahrung. Sie sind in der Lage, trotz unzureichender Informationen und trotz Zukunftsunsicherheit eine Entscheidung zu treffen; sie können unvermittelt über alle Themen debattieren, selbst wenn sie im Einzelfall keine Sachkenntnis besitzen; sie können in autoritären Regimes Gewalt mobilisieren und in parlamentarischen Mehrheiten und Kompromisse organisieren.

Remigius Bunia, Das rationale Orakel

 

Diese Wiederbelebung der algorithmischen Träumereien einer panrationalistischen scholastischen Denkweise durch elaborierte Verfahren des »forecasting« in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als der Computer gerade den tertiären Sektor eroberte, ist gewiss kein Zufall. Vielmehr ist sie Ausdruck einer zwar nicht mehr statischen und stabilen, sehr wohl aber einer stationären und im wesentlichen geschlossenen Weltsicht, die qualitativ Neues nicht mehr erwartet und dem Gefühl entspringt, dass alles Neue allein aus der Rekombination schon bekannter Elemente zustande gebracht werden könnte, dass es also nur mehr auf Kombinatorik und Berechenbarkeit ankomme – mit anderen Worten, die »Zukunftsforschung« hatte zur impliziten Voraussetzung, dass es Zukunft im emphatischen Sinn gar nicht mehr gibt, sondern nur mehr »Entwicklung«.

Rudolf Burger, Die verrechnete Zukunft

 

Ihrer tragischen Rolle als Helden auf Abruf sind sich die Experten wohl selten bewusst. Vielmehr herrscht politische Absicht oder Naivität – eine Naivität, die vielleicht sogar notwendig ist, um als Experte nicht zu verstummen. Ökonomische Expertise geht also nicht unter, sondern passt zur Lage oder auch nicht. Das häufige Scheitern ihrer Ratschläge haben die Ökonomen selbst immer wieder bemerkt, führten es aber weniger auf das strukturelle Problem als auf fehlerhafte Expertisen oder die Dummheit der Politik zurück.

Werner Plumpe, Ökonomische Expertise

 

Die Behauptung, einzig Expertenherrschaft sei sachangemessen, impliziert also eine nichtfachliche Entscheidung darüber, welche Experten womit Gehör finden sollen. Insofern gerade Technik die eigene Anwendungsrichtung nicht festlegt, so wenig wie Wissen Handeln festlegt, geraten solche Entscheidungen in Großorganisationen zwangsläufig in die Hände von Managern. Oder anders formuliert: Je mehr solcher Entscheidungen anfallen, desto wahrscheinlicher ist es, dass »Management« entsteht. Wer von Technokratie spricht, muss sich fragen lassen, ob er nicht Managerherrschaft meint.

Jürgen Kaube, Technokratie und Managerherrschaft

 

Mit dem Poststrukturalismus beginnt dann aber auch die Suche nach Ansatzpunkten für eine zeitgemäße Erneuerung der Funktion des Intellektuellen. Neben den »Zweifel« tritt der Selbstzweifel, die Frage nach Möglichkeit und Voraussetzung kulturell legitimierter politischer Intervention. Exemplarisch geschah das in Frankreich, dem Land, in dem die Figur des Intellektuellen seit der frühen Dritten Republik zentraler (wenngleich nicht unumstrittener) Bestandteil des öffentlichen Lebens war. Dementsprechend schlug dort das Pendel am heftigsten aus. So war seit den achtziger Jahren häufig von der »Entzauberung« beziehungsweise Profanisierung des Intellektuellen die Rede.

Hans Manfred Bock, Nekrologe auf Widerruf

 

Die Wissens-, Informations- und Mediengesellschaft der Gegenwart zeichnet sich durch eine mediale Arenenvielfalt aus, die nur scheinbar mehr Interventionsmöglichkeiten für Intellektuelle schafft, in Wahrheit aber deren Artikulationsraum verkleinert: zum einen, weil sie durch kürzere Umschlagszeit bei Themen, Problemen und Moden das Kommunikationstempo steigert, zum anderen, weil sie den öffentlichen Diskurs nach ihren eigenen Standards organisiert. Dabei rangieren, von wenigen medialen Nischen abgesehen, telegene Präsentation, Sensationswert und leichte Verständlichkeit vor komplexer Analyse und mühseliger Reflexion.

Hans-Peter Müller, Wozu (noch) Intellektuelle?

 

Wer also von Deutschland in der Nacht Schlechtes denkt, soll bei Tag darüber nachdenken, was hier und heute möglich sein könnte , weil es anderswo geschieht oder früher geschehen ist. An passenden Denkhilfen herrscht kein Mangel, die eigene Geschichte offeriert schlimme Beispiele dafür, was passiert, wenn niemand »den Anfängen wehrt«, während tägliche Berichte aus fernen Ländern daran erinnern, wie gut wir es doch haben, vergleichsweise. Kranke Staaten demonstrieren den Mehrwert der kränkelnden. Als staatstragende Entlastungshelfer folgen auf Juristen Journalisten, ob sie das so wollen oder nicht.

Wolfgang Fach, Inkompetenzkompensationskompetenz

 

Seit der Summa introductoria des Bonaguida de Arezzo (um 1250) können die Advokaten aus Ratgeberliteratur zusätzlich Verhaltensratschläge für den Umgang mit Klienten und Konkurrenten beziehen. Deren verletzliche Psyche und die Empfindlichkeiten der anderen Juristen in Rechnung zu stellen, spielt dabei eine wichtige Rolle: Stelle deinem Klienten niemals zu früh den Sieg in Aussicht; prüfe mit kritischem Auge die Beweise, die für seine Sache sprechen; ziehe dich gut an, wenn du vor das Gericht trittst, achte dabei aber auf die örtlichen Gepflogenheiten; trete dem Richter gegenüber bescheiden auf, schmeichle ihm ein wenig ...

Frank Rexroth, Warum Nichtwissen unzufrieden und Spezialwissen unbeliebt macht

 

Bei einem abrupten Machtwechsel jedoch kann der Absturz der Experten jäh sein. Es ist eine Erfahrung, die westliche Politikberater in den vergangenen Jahrzehnten selten gemacht haben, an die sie sich aber, nimmt man die politische Krisenkaskade der letzten Jahre zum Indikator, vielleicht bald wieder werden gewöhnen müssen. Um nachvollziehen zu können, was sich in solchen Situation abspielt, lohnt es sich, auf eine Epoche zurückzublicken, die wissenschaftlichen Experten – eine Kaste, die sich gerade erst etabliert hatte – Absturzerlebnisse in Fülle ermöglichte: die Jahre vor und nach Ausbruch der Französischen Revolution.

Caspar Hirschi, Die Tragik des wissenschaftlichen Experten

 

Wer für ein bauästhetisches Vormundschaftssystem plädiert, geht offenbar von einer hierarchisch gegliederten, ästhetischen Ständegesellschaft aus, oder genauer: Er verbindet den aristokratischen Dünkel, mit dem er den eigenen Geschmack ohne weitere Begründung für allgemein maßgeblich erklärt, mit dem republikanischen Schulmeistertraum, eine für jedermann gleichermaßen verbindliche kulturelle Ordnung durch Umerziehung herbeiführen zu können. Ein derart unnachgiebiger normativer Dogmatismus ist nicht nur ausgesprochen anstrengend für alle Beteiligten, er steht zugleich in eklatantem Widerspruch zu dem allgemeinen Toleranzpostulat, das sich im öffentlichen Umgang mit Bildender Kunst durchgesetzt hat.

Christian Demand, Der Fisch, der Fahrrad fährt

 

Die westliche Moderne will, dass nur echte Kunst zirkulieren soll. Die Fälschung ist ein GAU, weil sie ein kulturelles Selbstdementi bedeutet und den Markt schädigt. Experten sind dafür verantwortlich, dass nur echte Kunst den Weg in den Markt findet. Echtheit ist eine Idee des wissenschaftsgläubigen 19. Jahrhunderts. Der Historismus und die historischen Disziplinen seither verfügten, dass die Beziehung der Nachgeborenen zur Vergangenheit rein sei: frei von Täuschung, Mythos und Legende. Der Betrachter 934 Thomas E. Schmidt sollte die Chance erhalten, sich in unvoreingenommener Unmittelbarkeit dem Alten zu öffnen, wenngleich diese Unmittelbarkeit zuvor durch das säkularisierende Säurebad der Wissenschaft gehen musste: Philologie, Archäologie, Kunstgeschichte.

Thomas E. Schmidt, Der Kunstexperte

 

Wo Experten, Kenner und Fans unter sich sind, erscheint die Rede des einen, der autoritativ oder gar ex cathedra spricht, zu den vielen, die sein Wort wie das eines Predigers aufnehmen, aber nicht reagieren, anmaßend, wenn nicht lächerlich. Das muss indes nicht heißen, dass die Kritik als Textform und Genre verschwindet. Vielmehr ist auch im Internet im Lauf der Jahre eine sehr ausdifferenzierte Kritikproduktion entstanden. Es gibt Filmkritik im Netz heute in allen Geschmacksrichtungen, Qualitäten und Farben. Ungezählte Publikationen nicht nur über den Mainstream, sondern gerade auch jene Nischen- und Kult- und Campbereiche von Pornografie bis Giallo, von Stummfilm bis Avantgarde, für die sich die auf Hollywood und Arthouse und die Gegenwart fokussierte Kritik der bürgerlichen Presseorgane meist wenig interessiert.

Ekkehard Knörer, Demokratisierung der Kritik?

 

Wo es alteuropäisch um Ent-Entfremdung, Therapie, Heil und Eigentlichkeit (oder »Authentizität«) geht, geht es in der Neuen Welt um Erfolg. Dieses Erfolgsversprechen kann trügerisch und fahrlässig sein, gutgemeint, aber leichtfertig und hohl – je nach dem, es birgt jedoch auch ein unverdächtiges Potential und eine nicht geringzuschätzende Wirkungsmöglichkeit, für die es im Englischen den Begriff »empowerment« gibt. Das muss nicht imperiale (Selbst)Ermächtigung bedeuten, es kann auch resolute Ermunterung und sanfte Ermutigung sein, eine Mobilisierung, auf dass man auf Trab und in die Puschen komme.

Rudolf Helmstetter, Wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf

 

Mit den beiden Protagonisten, ihrem absoluten Vertrauen in die Theorie und ihrer ausprobierenden Umwandlung von Wissen in praktische Handlung führt Flaubert satirisch vor, wie die Aufklärung die bürgerliche Gesellschaft durchdringt. Mit neuen Medien wie Zeitschriften, dem Feuilleton, Lehrbüchern und Ratgebern, mit neuen Institutionen wie Museen und Ausstellungen wie den »Expositions universelles« ist Wissen, wenn auch in vereinfachter oder banalisierter Form, der großen Menge zugänglich geworden. Kolporteure – ein Berufsstand, den Balzac in der Erzählung L´illustre Gaudissart porträtiert – tragen neben den traditionellen Devotionalien und Bilderbögen auch Handreichungen wie Gesundheitsfibeln herum, auf die Bouvard und Pécuchet zufällig stoßen.

Karin Westerwelle, Fiktionen des Wissens

 

Guten Tag. Ich bin ein Genie und möchte große Kunstwerke schaffen. Ich brauche Geld. Die Welt wird mit den Ohren wackeln! Hier ist meine Kontonummer.

Unser Antragsverfahren steht allen Künstlern offen. Bitte legen Sie Ihr Vorhaben in einem Kurztext von nicht mehr als 2000 Anschlägen und einer ausführlichen Beschreibung auf nicht mehr als drei DIN A4-Seiten dar. Begründen Sie dabei die Bedeutung Ihrer Arbeit für die Hauptstadt, den Staat und die Welt und beschreiben Sie detailliert, wie Ihre Arbeit den Ruhm des Staates in der Welt mehren wird. Bitte geben Sie alles in fünfzehnfacher Ausfertigung bis zum 15. Oktober ab. Nicht heften, nicht binden! Eine Jury aus Experten wird über Ihren Antrag entscheiden.

Robin Detje, Der Experte ist der natürliche Feind des Genies

MERKUR Jahrgang 66, Heft 760/761, Heft 09/10, September 2012
broschiert
ISSN: 0026-0096

Autoren in dieser Ausgabe

Christian Demand, Uwe Volkmann, Wolfgang Streeck, Christoph Schönberger, Ralph Bollmann, Heinz-Elmar Tenorth, Dominik Schrage, Remigius Bunia, Rudolf Burger, Werner Plumpe, Jürgen Kaube, Hans Manfred Bock, Hans-Peter Müller, Wolfgang Fach, Frank Rexroth, Caspar Hirschi, Christian Demand, Thomas E. Schmidt, Ekkehard Knörer, Rudolf Helmstetter, Karin Westerwelle, Robin Detje,


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